Geschichten aus dem Josefs: Nicole Mantel ist die neue Stationsleiterin 2.2

Nicole Mantel und das Krankenhaus St. Josef gehören zusammen. „Es ist mein Krankenhaus. Ich fühle mich wohl hier“, sagt die 43-Jährige. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, woanders zu arbeiten“, fügt sie hinzu. 1995 begann Nicole Mantel im St. Josef ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Heute, ein gutes Vierteljahrhundert später, ist sie die neue Leiterin der Station 2.2. Somit übernimmt ein echtes „Eigengewächs“ die pflegerische Verantwortung für einen Teilbereich der Inneren.

Keine leichte Aufgabe: In den vergangenen Monaten war die Station 2.2 in erster Linie für die Pflege und Behandlung von Covid-19-Patient/innen genutzt worden. „Viele Abläufe und auch das Team haben sich dadurch verändert“, weiß sie. Doch Nicole Mantel freut sich auf den nun anstehenden Neubeginn: „Es ist meine Station. Ich war schon immer auf dieser“, sagt sie. Genaugenommen arbeitete sie von 1998, nach der Ausbildung, bis zum Juni 2020 hier. Einzig für die 18-monatige Elternzeit hat sie pausiert. „Es war damals wie heimkommen“, beschreibt sie ihre Rückkehr.

Als die Pflegedienstleitung ihr im Juni vergangenen Jahres eine Stelle als stellvertretende Leiterin der Station 3.1 anbot, hat sie nicht lange gezögert. „Mich hat gereizt, eine Führungsposition zu übernehmen“, gibt sie offen zu. Den Schritt hat sie bis heute nicht bereut. „Es ist mir jetzt wirklich schwer gefallen, diese Station zu verlassen“, sagt Nicole Mantel. Vor allem wegen der guten Zusammenarbeit mit Stationsleiterin Monika Stacha. Doch nun blickt sie nach vorne, auf ihre neue Aufgabe. „Ich kenne das Haus. Ich bin gut vernetzt. Man kennt mich“, nennt Nicole Mantel die Vorteile, die sie als neue Stationsleiterin 2.2 mitbringt. So könne sie viele Dinge auf kurzen Wegen regeln. Für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte sie stets ein „offenes Ohr“ haben. „Es ist wichtig, dass sie zu mir kommen und sagen, wenn etwas nicht passt.“

Die Belange der Kolleginnen und Kollegen waren Nicole Mantel schon immer wichtig. 2013 wurde sie in die Mitarbeiter-Vertretung (MAV) des Krankenhauses St. Josef gewählt. Bereits zwei Jahre später übertrug man ihr in dem Gremium den stellvertretenden Vorsitz. Zwei Legislaturperioden von je vier Jahren hat sie nun hinter sich, eine dritte Amtszeit steht bevor. Denn Nicole Mantel hat sich erneut zur MAV-Wahl aufstellen lassen, die Mitte Juni stattfand. Laut der Auszählung ist sie wieder mit von der Partie und hat sogar die meisten Stimmen bekommen. Bei der konstituierenden Sitzung der neuen MAV wurde Nicole Mantel erneut zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

„Mir liegen die Patienten am Herzen. Man kann Ihnen viel Gutes tun und erfährt eine ungeheure Dankbarkeit“, beschreibt sie ihre Motivation, als Krankenschwester tätig zu sein. Den Beruf würde sie heute wieder ergreifen. „Es ist ein arbeitsintensiver und verantwortungsvoller Beruf, bei dem die Zusammenarbeit im Team erforderlich ist und der viel Freude bereiten kann“, betont sie. Lediglich die Rahmenbedingen sollten sich ihrer Meinung nach verbessern. Es sei nicht die Bezahlung, die besser werden müsse, sondern vielmehr die Arbeitsbelastung. Denn die sei aufgrund des Personalmangels in der Pflege sehr hoch. „Wir brauchen genug Personal, um anständig arbeiten zu können.“ Schließlich arbeiten Pflegekräfte am Menschen. „Den kann man nicht bis morgen liegen lassen.“

Wenn ein stressiger Tag hinter ihr liegt, dann geht Nicole Mantel spazieren, dreht eine Runde, um den Kopf frei zu bekommen. Wichtig sind ebenso ihre Freunde, mit denen sie sich jetzt, nachdem die Inzidenzen sinken, wieder regelmäßig treffen und austauschen kann.

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